Gemeinderatssitzung vom 12. Oktober 2026

In der Gemeinderatssitzung am 12. Oktober 2026 wurde über Ladesäulen am Netto Markt, unseren Antrag für eine Streuobstwiese an der Ballsporthalle, einen Trimm-dich Pfad (erstellt durch den Verein WBB bewegt sich) sowie über die Kostenübernahme für ein Car-Sharing entschieden.

Ladesäulen am Netto-Markt 

Ein privater Betreiber möchte am Netto-Markt zwei E-Auto-Ladesäulen mit Schnellladefunktion errichten und diese ganztägig betreiben. Bisher ist jedoch im Bebauungsplan eine Nutzung des Parkplatzes nur von 6 bis 22 Uhr erlaubt. Deswegen war hierfür sowie für eine geringfügige Überschreitung der Baugrenze eine Ausnahme notwendig. Diese hat der Gemeinderat einstimmig gewährt. Wir freuen uns, dass die Ladeinfrastruktur in Waldbüttelbrunn somit erneut deutlich verbessert wird! 

Streuobstwiese an der Ballsporthalle

Unsere Fraktion hatte beantragt, auf einem Ackergrundstück am Weg von der Karl-Lott-Str. zur Ballsporthalle eine Streuobstwiese anzulegen. Im Bebauungsplan ist der ganze Acker als öffentliche Grünfläche vorgesehen, die Gemeinde konnte zuletzt jedoch nur dieses kleine, ca. 1000 qm große Stück des Ackers erwerben. Dennoch macht es aus unserer Sicht Sinn, dort Bäume zu pflanzen, denn wenn man Bäume früher pflanzt, haben wir früher etwas von den größeren Bäumen. Zudem hat die Gemeinde zuletzt in der Karl-Lott-Str. mehrere Bäume entfernen müssen, da diese in zu kleinen Pflanzgruben wuchsen und deswegen den Gehweg zerstörten. So könnte in naher Umgebung Ersatz geschaffen werden. 

Sowohl SPD als auch CSU waren damit einverstanden, Bäume zu pflanzen, wünschten sich allerdings keine Obstbäume, da sie befürchteten, dass diese nahe des Spielplatzes und des Kindergartens Wespen anziehen würden. Wir finden das etwas schade, da Streuobstwiesen die Gemeinde Waldbüttelbrunn schon immer geprägt haben (schon im 19. Jahrhundert war Waldbüttelbrunn ringförmig von Obstbäumen umschlossen und hatte unbebaute Grün- und Ostbaumanlagen, die den Siedlungskern auflockerten, vgl. Ortschronik s. 156) und diese zudem ökologisch sehr wertvoll sind. Wirsind aber natürlich auch mit dem Pflanzen von anderen Bäumen einverstanden. Vielleicht wären auch Walnüsse oder Esskastanien passende Bäume, welche sowohl keine Wespen anziehen würden, aber dennoch verzehrt werden könnten.
Hierzu hat der Gemeinderat deswegen einstimmig beschlossen, den derzeit noch mit einem Landwirt laufenden Pachtvertrag fristgerecht zu kündigen und dem Gemeinderat einen Vorschlag über die zu pflanzenden Bäume zu machen. Da der Pachtvertrag dann im Herbst 2028 endet, kann die Pflanzung dann zu diesem Zeitraum vorgenommen werden. 

Trimm-Dich-Pfad-Projekt von Waldbüttelbrunn bewegt sich 

Der Verein Waldbüttelbrunn bewegt sich möchte gerne rund um die Ballsporthalle einen Trimm-Dich-Pfad und andere Elemente für eine Gemeinschaftsfläche errichten. Hierfür sollen die Einnahmen aus den Veranstaltungen des Vereins sowie Fördermittel aus dem LEADER-Projekt genutzt werden. Der Gemeinderat musste nun entscheiden, ob er mit der Errichtung auf gemeindlichen Flächen zwischen Ballsporthalle, Skaterplatz und Beach-Volleyballfeld grundsätzlich einverstanden ist und ob die Gemeine formal die Antragstellung für die Fördermittel übernehmen will. Dies wurde einstimmig so beschlossen. Der Verein soll nun einen genauen Plan und eine Kostenkalkulation vorlegen, welchedie Gemeinde dann zur Einreichung beim LEADER-Projekt nutzen kann. Wir sind sehr froh, dass es in Waldbüttelbrunn so engagierte Leute wie die vom Verein “Waldbüttelbrunn bewegt sich” gibt und unterstützen das Projekt gerne – und nicht nur deswegen, sondern auch, weil es für die Menschen in Waldbüttelbrunn einen echten Mehrwert darstellt! 

Car-Sharing 

Schon seit längerem bemüht sich die Gemeinde darum, ein Car-Sharing-Fahrzeug in die Gemeinde zu holen. Das Autohaus Rumpel und Stark (Ford) würde ein Hybrid-Fahrzeug in der Gemeinde für eine Testphase von 6 bis 12 Monaten stationieren, wenn sich ein Werbepartner hierfür findet. In Gerbrunn und Randersacker hat das Autohaus mithilfe von Werbepartnern bereits ein erfolgreiches Car-Sharing Angebot etablieren können. Der Gemeinderat hat deswegen beschlossen, dass die Verwaltung einen Werbepartner suchen soll. Alternativ soll die Gemeinde die Kosten von 4284 € selbst tragen. Wir finden das Car-Sharing gut und hoffen sehr, dass das Fahrzeug gut angenommen wird!