von unserem 2. Bürgermeister Sebastian Hansen
In der Gemeinderatssitzung am 23. Februar wurden die Themen Wärmeplanung, Umgestaltung des alten Friedhofs zu einem Park, Blitzer an der Ortsdurchfahrt in Roßbrunn, mein Antrag zur Entfernung des Pflasters in der Höchberger Straße, der Feuerwehrbedarfsplan und die Höhe der Elternbeiträge zum Ferienhüttendorf behandelt.
Wärmeplanung
Für alle drei Ortsteile wurde gemäß den gesetzlichen Vorgaben eine Wärmeplanung durchgeführt. Hierbei wurde festgestellt, dass sich die Haushalte im allergrößten Teil der drei Ortsteile weiterhin selbst um ihre Heizung kümmern werden müssen. Lediglich im Altort Waldbüttelbrunn und im Gebiet „Kirchenrainäcker“ (Karl-Lott-Straße, Lange Äcker, etc.) wären Nahwärmenetze denkbar. Diese Wärmeplanung wurde einstimmig beschlossen.
Konkret wurde auch über den Bau eines Nahwärmenetzes am Sumpfler debattiert. Der Gemeinderat beschloss letztlich ebenfalls einstimmig, eine Planung für ein Netz, das die gemeindlichen Liegenschaften Sporthalle Sumpfler 1, Ballsporthalle, Kindergarten St. Martin und das JuZ umfasst. Für einen Ausbau des Netzes auch für private Haushalte im Gebiet „Kirchenrainäcker“ gab es bis dato zu wenig Zusagen, um dies wirtschaftlich zu gestalten. Ein Antrag meiner Fraktion, hier einen letzten Versuch zu starten, um Interessierte zu finden, wurde leider bei vier Fürstimmen abgelehnt.
Umgestaltung Alter Friedhof
Die letzten Grabrechte im Alten Friedhof in der Waldbüttelbrunner Ortsmitte laufen im Sommer 2026 aus. Seit längerem beabsichtigt der Gemeinderat, den Friedhof zu einem Park umzugestalten. Nun musste entschieden werden, welche Gestaltungselemente für die Planung berücksichtigt werden sollten. Zudem wurde eine grobe Kostenschätzung vorgelegt, die allerdings mit rund 770.000 € brutto ohne Nebenkosten sehr hoch liegt.
Der Gemeinderat entschied sich einstimmig, anders als vom Seniorenbeirat beantragt, kein Kneippbecken im neuen Park zu errichten. Für den Betrieb wären pro Jahr 300 Kubikmeter Trinkwasser notwendig gewesen, die nach dem Durchfluss durchs Becken ungenutzt in die Kanalisation geflossen wären. Dies war weder wirtschaftlich noch ökologisch vertretbar. Positiv beschieden wurde der Bau einer öffentlichen Toilette im alten Leichenhaus, die auch eine Zapfstelle für Trinkwasser enthalten soll. Gestrichen wurde der Bau einer Pergola, um Geld zu sparen (ich habe für die Streichung gestimmt). Die teuersten Punkte sind mit 161.000 € (netto) die Sanierung der Friedhofsmauer und mit je rund 90.000 € die Gestaltung der Wege und der Grünflächen.
Aus meiner Sicht ist dies sehr teuer und obwohl wir wohl eine Förderung von 60 % erhalten können, werde ich mich dafür einsetzen, die notwendigen Arbeiten möglichst kostengünstig und ressourcensparend durchzuführen. Eine Beratung durch die zuständige Kreisfachberaterin in Anspruch zu nehmen, wie durch meine Fraktion beantragt, wurde leider abgelehnt.
Blitzer in Roßbrunn
Da es an der Ortsdurchfahrt/B8 in Roßbrunn durch zu schnelles Fahren immer wieder zu Lärmbelästigung und gefährlichen Situationen kommt, hatte meine Fraktion schon länger beantragt, dort zur Erhöhung der Sicherheit – gerade auch der Schulkinder, die dort in den Bus einsteigen – einen festen Blitzer zu installieren. Dies würde rund 170.000 € kosten, es wäre allerdings auch mit kontinuierlichen Einnahmen zu rechnen (auch wenn wir natürlich auf möglichst geringe Einnahmen gehofft hätten, da das Ziel ja ist, dass sich alle an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten). Bei einer ersten Behandlung des Antrags vor einigen Jahren wurde dieser noch vertagt. Nachdem das Thema in der Bürgerversammlung erneut aufgekommen war und durch die Bürger*innen gewünscht wurde, wurde der Antrag nun beschlussmäßig behandelt.
Leider hat sich der Gemeinderat aufgrund der Kosten entschieden, keinen festen Blitzer einzubauen. Lediglich 6 Stimmen entfielen auf unseren Vorschlag. Stattdessen wurde dann einstimmig beschlossen, die Aufstellungszeit des mobilen Blitzers um zwei Wochen pro Jahr zu erhöhen. Ich finde letzteres zwar richtig, hätte mir aber im Sinne der Bürger*innen und vor allem auch der Kinder in Roßbrunn den Einbau eines festen Blitzers gewünscht.
Antrag zur Entfernung des Pflasters in der Höchberger Straße
In der Höchberger Straße sind auf Höhe der Einmündungen Gräblein und Fürstenstraße jeweils Pflasterflächen quer über die Fahrbahn eingebaut. Was in den 90er-Jahren mal schön aussah, führt inzwischen, auch aufgrund des schlechten Zustands der Pflasterflächen, zu einer erheblichen Lärmbelästigung für die Anwohner*innen, wenn Autos und die Schulbusse drüberfahren. Da aufgrund der Schäden ohnehin Ausbesserungsarbeiten anstehen, habe ich im Sinne der Anwohner*innen beantragt, die Pflasterung ganz zu entfernen.
Der Antrag wurde zwar allgemein befürwortet, allerdings vertagt, da man sich nicht einig wurde, was genau anstelle der Flächen eingebaut werden soll (mein Vorschlag wäre Asphalt). Die Verwaltung soll nun einen Vorschlag machen. Da die Arbeiten aufgrund der Witterung erst im späten Frühjahr durchgeführt werden sollen, ist damit auch kein signifikanter Zeitverlust verbunden.
Elternbeiträge Ferienhüttendorf
Die Elternbeiträge für das Ferienhüttendorf wurden pro Woche auf 30 € festgesetzt.
Feuerwehrbedarfsplan und Feuerwehrkommandanten
Einstimmig beschlossen wurde der Feuerwehrbedarfsplan, sodass unsere Feuerwehren auch dieses Jahr gut ausgestattet sind. Insgesamt wird die Gemeinde für alle drei Feuerwehren kumuliert knapp 60.000 € ausgeben. Dazu kommen noch im allgemeinen Haushalt die Erneuerung der Sirenen und die bereits beschlossenen Fahrzeugbeschaffungen. Ebenfalls einstimmig bestätigt wurde die Wahl der beiden Feuerwehrkommandanten von Waldbüttelbrunn, Johannes Fuchs, und Mädelhofen, Wolfgang Götz, sowie des stellvertretenden Kommandanten von Mädelhofen, Justus Kohl, und der weiteren stellvertretenden Kommandantin von Waldbüttelbrunn, Kathleen Kiupel. Herzlichen Glückwunsch allen Gewählten und ganz herzlichen Dank für das Engagement für unsere Sicherheit!