In der Sitzung des IKA am 10.02. ging es insbesondere um die drei Themen Sanierung der Leistenstraße, Vordereinstieg an Bussen und Änderung des Fahrtverlaufs der Linie 560.
Sanierung der Leistenstraße
Die Leistenstraße, eine der wichtigsten Verkehrsadern vom westlichen Landkreis in die Stadt, ist stark sanierungsbedürftig, weswegen zeitnah eine Sanierung erfolgen soll. Als Besonderheit kommt hier noch hinzu, dass im untersten Abschnitt kein Radweg vorhanden ist, obwohl die Straße Teil der deutschlandweiten Radroute D9 ist. Radfahren insbesondere stadteinwärts ist deswegen dort enorm gefährlich, da der Radverkehr im Autoverkehr mitschwimmen muss. Stadtauswärts darf der Gehweg mitbenutzt werden, was immer wieder zu Konflikten mit Fußgänger*innen führt.
Aufgrund eines von mir gestellten Antrags und der Bedeutung der Sanierung für den Landkreis wurde in der Sitzung ein Bericht zu den geplanten Maßnahmen abgegeben. Die Straße soll in drei Abschnitten saniert werden, der mittlere ist dabei aufgrund der vielen am Straßenrand wachsenden Platanen der schwierigste. Für den Radverkehr am interessantesten ist der unterste Abschnitt ab Weg zur neuen Welt bis Mergentheimer Straße. Dort soll laut Tiefbauamt der Stadt Würzburg ein Fahrstreifen des Autoverkehrs reduziert werden (es verbleiben zwei, außer ganz vorn an der Ampel, wo die Aufstellflächen stadteinwärts zweispurig bleiben sollen und somit dann insgesamt drei Spuren zur Verfügung stehen). Im Gegenzug soll ein 4,40 m breiter gemeinsamer Geh- und Radweg errichtet werden.
Ich finde diese Lösung sehr sinnvoll. Es muss endlich möglich sein, diese enorm wichtige Radroute durchgängig sicher mit dem Rad zu befahren. Der Anschluss an die Radwege Richtung Innenstadt und über die Löwenbrücke würde im Zuge des Baus des Radwegs auf der Brücke hergestellt werden. Ich hoffe sehr, dass der Stadtrat diese Lösung dann auch umsetzt und wir eine der übelsten Lücken im regionalen Radwegenetz somit wegbekommen können.
Antrag zur Abschaffung des Vordereinstiegs bei Bussen
Bisher ist festgelegt, dass der Einstieg bei Bussen vorne zu erfolgen hat. Somit sollen die Tickets gleich beim Einstieg kontrolliert werden. Tatsächlich ist es aber so, dass insbesondere seit Einführung des Deutschland-Tickets kaum noch wirksame Kontrollen durch die Busfahrer stattfinden. Man kann, auch nach meiner Erfahrung, einfach irgendeinen QR-Code hochhalten und wird durchgelassen. Zudem ergeben sich durch den Vordereinstieg immer wieder Zeitverzögerungen und Verspätungen. Deswegen hatten wir beantragt, dass der Vordereinstieg abgeschafft und stattdessen mobile Kontrollteams eingesetzt werden. So werden die Tickets tatsächlich wirksam kontrolliert und es ergeben sich keine Verspätungen mehr, weil an allen Türen eingestiegen werden darf.
In der Sitzung erklärte Herr Fröhlich von der WSB einerseits, dass eine Änderung vom Verkehrsverbund NVM genehmigt werden müsse, was nicht zu erwarten sei und deswegen alles so bleiben müsse wie es ist, andererseits, dass WSB und APG die Fahrer angewiesen hätten, bei erhöhtem Fahrgastaufkommen alle Türen zu öffnen. Den offensichtlichen Widerspruch zwischen seinen Aussagen konnte er nicht erklären.
Letztlich beschloss der Ausschuss mehrheitlich, dass APG und WSB die Fahrer anweisen sollen, an Stoßzeiten und an stark frequentierten Haltestellen immer alle Türen zu öffnen.
Antrag zur Verlegung des Linie 560
Weiterhin hatten wir beantragt, die Linie 560 Würzburg – Rottendorf nicht mehr teilweise über die B8 fahren zu lassen, sondern stattdessen im Gewerbegebiet Ost ca. auf Höhe des Selgros halten zu lassen. Die Stadt müsste hier eine Haltestelle errichten, der Landkreis die Linie verlegen. Es würde um 300 m „Umweg“ gehen, wofür allerdings das Gewerbegebiet Ost erheblich besser erschlossen würde, gerade auch für Menschen, die dort arbeiten und in Rottendorf wohnen. Der Antrag wurde einstimmig weiterverfolgt und an die Gremien in Stadt und Landkreis verwiesen.