Gemeinderatssitzung vom 27. April 2026

von unserem 2. Bürgermeister Sebastian Hansen

In der letzten Gemeinderatssitzung der Wahlperiode 2020/2026 standen u.a. der Neuerlass der Gestaltungssatzung und des Förderprogramms und Entscheidungen zur Sanierung der Waldgaststätte „La Quercia“ auf der Tagesordnung.

Gestaltungssatzung und Förderprogramm

Nach Einarbeitung der Stellungnahmen des Landesamts für Denkmalpflege, der Regierung von Unterfranken und des Landratsamts Würzburg wurde die neue Gestaltungssatzung einstimmig beschlossen. Die Gestaltungssatzung soll dazu beitragen, im Sanierungsgebiet (abgegrenzt durch die Jägerstraße im Westen, den Bereich zwischen August-Bebel-Straße und Linsengarten im Norden, die Schulstraße im Osten und das Südende des Alten Friedhofs im Süden; allerdings sind die Grenzen nicht ganz genau wiedergegeben, da das den Rahmen sprengen würde) das prägende Ortsbild zu erhalten. Dafür sind zum Beispiel bzgl. der Farbgebung der Häuser, der Dachform oder auch der Fenster bestimmte Vorgaben enthalten. Im Gegenzug können bei Um- und Neubauten oder Sanierungen Fördermittel beantragt werden. Für Neubauten kann man bis zu 10 % der förderfähigen Kosten erhalten, bei Bestandsgebäuden bis zu 30 % der förderfähigen Kosten. In beiden Fällen ist die Förderung auf 50.000 € pro wirtschaftlicher Einheit gedeckelt. Die Deckelung steigt auf 100.000 €, wenn eine umfassende Sanierung eines leerstehenden oder von Leerstand bedrohten Gebäudes stattfindet und im Gebäude Wohnungen (eigengenutzt oder vermietet, keine Ferienwohnungen etc) entstehen. Ein Anspruch auf die Förderung besteht jedoch jeweils nicht. Die Kosten dafür werden von der Gemeinde Waldbüttelbrunn und der Städtebauförderung der Regierung von Unterfranken getragen.

Aus meiner Sicht sind Förderprogramm und Gestaltungssatzung eine gute Sache zur Erhaltung des Ortsbilds und zur Belebung des Innenorts. Wichtig ist, dass jetzt bei den entsprechenden privaten Gebäuden auch Sanierungen stattfinden und das Ortsbild so verbessert wird.

Sanierung Waldgaststätte

Im Zuge der Sanierung der Halle „Sumpfler 1“ (auch TSG-Halle genannt) sollen auch Teile der Waldgaststätte saniert werden, bisher die Pächterwohnung und die Küche. Eine Sanierung des Gastraums wurde vom Gemeinderat 2024 abgelehnt. Nun wurde das Thema von der Verwaltung erneut auf die Tagesordnung gebracht. Es standen zur Auswahl, den bestehenden Fliesenboden durch einen neuen zu ersetzen (Kosten: 28.000 €), die Wand neu zu streichen (11.000 €), die alte Holzdecke zu entfernen und eine neue einzubauen (43.000 €), die bestehende (nicht-tragende) Wand zwischen Gast- und Nebenraum zu entfernen und durch eine flexible Trennwand zu ersetzen (26.000 €), die Türen zu erneuern (6.000 €) und die Theke sowie die Garderobe zu erneuern (33.000 €). Zu allen Kosten kommen noch 20 % Aufschlag aufgrund von Planungsleistungen hinzu.

Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei vor allem um Schönheitsreparaturen, die zwar sicherlich wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich sind. Einzig bei den Türen, die zum Teil defekt sind, und bei der Wand ist aufgrund des Zustands aus meiner Sicht eine Erneuerung bzw. ein neuer Anstrich notwendig. Zwar ist die Haushaltslage der Gemeinde gut, jedoch stehen viele weitere Projekte an, die ebenfalls wichtig sind und Geld kosten werden. Das Geld ist dort meiner Meinung nach besser ausgegeben. Deswegen habe ich außer bei den oben genannten beiden Punkten jeweils gegen die Umsetzung gestimmt. Beschlossen wurden durch den Gemeinderat die Erneuerung der Türen, das Streichen der Wände, die Erneuerung von Theke und Garderobe sowie die Erneuerung der Decke. Die Erneuerung des Bodens und das Entfernen der Trennwand wurden abgelehnt.

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