Gemeinderatssitzung vom 13. April 2026

von unserem 2. Bürgermeister Sebastian Hansen

In der Gemeinderatssitzung am 13. April 2026 wurde der Haushalt für das Jahr 2026 beraten.

Das Gesamthaushaltsvolumen wird sich auf rund 34,5 Millionen € belaufen, davon gut 22 Millionen € im Verwaltungshaushalt und gut 12 Millionen € im Vermögenshaushalt. Bei den Einnahmen können wir weiterhin auf hohe Gewerbesteuereinnahmen von knapp 11 Millionen € zurückgreifen, zudem erhalten wir rund 4 Millionen € aus der Einkommensteuerbeteiligung. Bei den Ausgaben stellt dieses Jahr insbesondere die Kreisumlage einen hohen Ausgabeposten da, mit knapp 8 Millionen €. Diese ist so hoch, da wir in 2024 besonders hohe Steuereinnahmen hatten und sich die Kreisumlage nach den Einnahmen des vorvergangenen Jahres berechnet. Neue Schulden müssen wir keine aufnehmen. Allerdings müssten wir Geld aus unseren derzeit 11 Millionen € hohen Rücklagen entnehmen, sollten wir alle Bauprojekte umsetzen. Dies ist allerdings tendenziell unwahrscheinlich, da es auch in den letzten Jahren nicht gelungen ist. Als künftiger 1. Bürgermeister möchte ich die Haushalte deswegen in den kommenden Jahren straffer aufstellen, sodass zwar weniger Projekte eingeplant, diese jedoch dann auch wirklich alle umgesetzt werden.

Im Investitionshaushalt stehen folgende wichtige Investitionen an:

  • Rund 500.000 € werden wir für neue Fahrzeuge ausgeben: die Feuerwehr erhält einen Mannschaftstransportwagen (ersetzt ein gut 20 Jahre altes Fahrzeug) und wir müssen eine Anzahlung für das neue HLF 20 leisten, das voraussichtlich 2028 das gut 30 Jahre alte LF 16/12 ersetzen wird. Zudem kaufen wir einen neuen Bürgerbus, da der alte leider Ende 2025 irreparabel kaputt gegangen ist, und je ein neues Fahrzeug für die Verwaltung und den Bauhof.
  • Für die energetische Sanierung der Halle Sumpfler 1, die in diesen Tagen beginnt, stehen dieses Jahr 2,6 Millionen € im Haushalt, weitere Zahlungen erfolgen in den Folgejahren. Hier erhalten wir eine Förderung von gut 70 % der förderfähigen Kosten (insgesamt eine Förderung in Höhe von 3,8 Millionen €).
  • Es stehen auch einige Tiefbaumaßnahmen im Haushalt, zum Beispiel der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen in Mädelhofen, Restzahlungen für den Radweg Hettstadt <-> Gewerbegebiet sowie für die Umgestaltung des Alten Friedhofs.
  • Für die Kläranlage müssen wir dieses Jahr die erste Rate von rund 2,2 Millionen € an den Zweckverband überweisen. Im Gegenzug erhalten wir 1,4 Millionen € Förderung. 2028 folgt dann die Schlussrate von knapp 6 Millionen €.
  • Als einzige zusätzlich in den Entwurf aufgenommene Ausgaben hat der Gemeinderat beschlossen, 50.000 € für die Erstellung eines zweiten Fluchtwegs aus der Soli-Halle einzustellen sowie für die Förderung privater Zisternen einen um 2000 € höheren Ansatz vorzusehen (nun 5000 € statt 3000 €).

Insgesamt ist der Haushalt so zu bewerten, dass wir notwendige Ausgaben, gerade im investiven Bereich, tätigen und dies aufgrund unserer recht hohen Einnahmen in den letzten Jahren auch können. Wichtig ist für uns natürlich auch, dass die Einnahmen bei der Gewerbesteuer weiterhin so hoch wie derzeit bleiben, bestenfalls noch weiter steigen. Falls die Einnahmen sinken, werden auch wir sparen müssen. Aber auch wenn sie gleich bleiben oder gar steigen, sollten wir klare priorisieren, welche Projekte in den kommenden Jahren zuerst umgesetzt werden sollten. Hier sind für mich vor allem die Sanierung der Ortsmitte/August-Bebel-Straße (eingeplant für die Jahre 2027 bis 2029, Planung soll dieses Jahr schon gemacht werden), der Umbau des Heiler-Geländes zum Bauhof (eingeplant für 2027/28) und – sofern wir ein passendes Grundstück finden – der Neubau des Kindergartens Spatzennest und die Umnutzung des bestehenden Gebäudes (z.B. für eine Tagespflege) wichtig. Wir werden also weiterhin solide wirtschaften, um den Bürger*innen in Waldbüttelbrunn eine gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

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