In der Gemeinderatssitzung am 20. Juli 2026 ging es um den endgültigen Beschluss zur Umgestaltung des Alten Friedhofs zu einem Park, den Satzungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans “Am Geißbergweg” in Mädelhofen, die Zukunft des sog. “Moduls” am Kindergarten St. Martin sowie die Festlegung der Elternbeiträge für die Ferienbetreuung.
Umgestaltung Alter Friedhof
Nachdem aus den Vorschlägen und Beschlüssen des Gemeinderats eine Planung und genaue Kostenberechnung erstellt worden war, lag diese nun dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vor. Enthalten sind eine Allee entlang des bisherigen Wegs vom Eingang in der Kirchstraße zur ehemaligen Aussegnungshalle, ein weiterer, wassergebundener Weg im östlichen Teil des Parks und ebenfalls dort ein Quellstein. Unter dem asphaltierten Hauptweg wird ein Kanal angelegt und in die Aussegnungshalle eine Toilette eingebaut. Die Fundamente der ehemaligen Gräber werden entfernt und eine Wiese angelegt. Insgesamt werden 14 neue Bäume gepflanzt. Der “Lieblingsplatz” des Landkreises verschwindet mit Ausnahme der zugehörigen Linde genauso wie die von einigen Gräbern zurückgebliebenen Nadelgehölze. Die den Park umgebende Mauer wird saniert. Die Gesamtkosten werden (ohne Planungskosten) mit knapp 750.000 € berechnet.
Aus unserer Sicht ist die in der Aussegnungshalle vorgesehene Toilette dort einerseits an der falschen Stelle und andererseits mit Gesamtkosten von (netto) rund 100.000 € (Einbau der Toilette plus Anlegen des Kanals) auch zu teuer. Es wäre aus unserer Sicht sinnvoller und günstiger, die zentraler gelegene, barrierefreie Toilette im Saalgebäude öffentlich zugänglich zu machen. Zudem muss, sofern die Toilette eingebaut wird, aufgrund der Nähe zum Hauptweg und dem dann darunter einzubauenden neuen Kanal ein einzelner Kirschblütenbaum (der am nächsten zum Hauptweg wächst) leider entfernt werden (im Gegenzug werden in der Allee dann mehrere neue Bäume gepflanzt). Aus den genannten Gründen hatten wir die Streichung der Toilette beantragt. Dies wurde leider gegen unsere sechs Stimmen (Fraktion + 1. Bürgermeister) abgelehnt.
Letztlich wurde die gesamte Planung mehrheitlich gegen die fünf Stimmen aus unserer Fraktion beschlossen.
“Modul” am Kindergarten St. Martin
Seitdem es 2018 kurzfristig einen hohen Bedarf an Betreuungsplätzen gab, existiert am Kindergarten St. Martin ein Anbau aus Containern, das sog. Modul. Nach der Fertigstellung des festen Anbaus an den Kindergarten St. Martin wurde das Modul anderweitig (u.a. Krabbelgruppe) genutzt. In späteren Jahren bis zuletzt jedoch wieder vom Kindergarten. 2028 läuft nun die befristete Baugenehmigung aus. Eine dauerhafte Baugenehmigung für einen Kindergartenbetrieb kann nur erhalten werden, wenn das Modul energetisch ertüchtigt würde. Das würde deutlich über 100.000 € kosten. Man würde dann ab 2028 allerdings nur eine Baugenehmigung und Betriebserlaubnis für Krippen-Kinder unter 3 Jahren erhalten. Dementsprechend war das Modul in der Bedarfsplanung für 10 Kinder unter 3 Jahren vorgesehen. Nun zeigt sich, dass die Kinderzahlen deutlich sinken und das Modul (Stand jetzt) nicht mehr notwendig ist. Der Gemeinderat hat deswegen entschieden, es 2028 für den Kindergartenbetrieb zu schließen. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob es günstiger ist, das Modul abzubauen und einzulagern oder ob es günstiger ist, es mit einer Baugenehmigung als Lager ohne energetische Ertüchtigung weiter am Standort zu belassen.
Aus unserer Sicht ist das die richtige Entscheidung. Somit erhalten alle Beteiligten frühzeitig Planungssicherheit, gerade auch der Kindergarten St. Martin, und die Gemeinde muss keine aufwändige und teure energetische Ertüchtigung durchführen, die letztlich vermutlich auch nicht gebraucht würde.
Bebauungsplan “Am Geißbergweg” in Mädelhofen
Nachdem der Gemeinderat bereits in früheren Sitzungen beschlossen hatte, den Bebauungsplan “Am Geißbergweg” in Mädelhofen zu vereinfachen (u.a. größere Baufenster, Vereinfachungen bei Nebengebäuden etc.), wurde nun der endgültige Satzungsbeschluss gefasst.
Festlegung der Elternbeiträge für die Ferienbetreuung
Hier wurde beschlossen, die Beiträge an die der Gemeinde Höchberg anzupassen, mit der zusammen die Ferienbetreuung organisiert wird. Dementsprechend steigen die Beiträge für eine Vier-Tage-Woche von 60 auf 64 € und für eine Fünf-Tage-Woche von 75 auf 80 €.